Osteopathie: Mit welchen Kosten muss man rechnen?

Osteopathie kann bei vielen Beschwerden helfen, wirft aber schnell die Frage nach den Kosten auf. Was kostet eine Behandlung konkret, welchen Anteil Ă¼bernimmt die Krankenkasse und womit mĂ¼ssen Sie selbst rechnen? In diesem Artikel erfahren Sie, wie hoch die Kosten fĂ¼r Osteopathie ausfallen, welche Erstattungen möglich sind und welche Faktoren Ihren Eigenanteil beeinflussen.

Das Wichtigste zu den Kosten von Osteopathie auf einen Blick

  1. Eine osteopathische Behandlung kostet meist rund 120 Euro pro Stunde, wobei Preisunterschiede je nach Region, Praxis und Qualifikation des Osteopathen Ă¼blich sind.Spannungen, Blockaden und Stress können die Funktion des Verdauungssystems beeinträchtigen.
  2. Keine gesetzliche Krankenkasse Ă¼bernimmt Osteopathie vollständig, sondern erstattet nur anteilig und begrenzt durch feste Beträge oder maximale Sitzungszahlen pro Jahr.
  3. FĂ¼r eine Kostenbeteiligung benötigen Sie in der Regel eine ärztliche Verordnung, einen qualifizierten Osteopathen und mĂ¼ssen Rechnung sowie Bescheinigung bei der Krankenkasse einreichen.
  4. Ihr Eigenanteil liegt bei 120 Euro Behandlungskosten meist zwischen 70 und 90 Euro pro Sitzung, abhängig von Zuschuss und Erstattungsdeckel Ihrer Krankenkasse.
  5. In der Praxis sind häufig drei bis sechs Sitzungen sinnvoll, wobei Krankenkassen meist nur einen Teil dieser Behandlungen pro Jahr bezuschussen.

Wie viel kostet eine Stunde beim Osteopathen?

Eine Stunde beim Osteopathen kostet in Deutschland meist etwa 120 Euro, in einzelnen Praxen auch bis zu 150 Euro. Grundlage ist in der Regel eine Behandlung von etwa 45 bis 60 Minuten. Der genaue Preis hängt vor allem von Region, Praxis und Qualifikation des Osteopathen ab.
Gesetzliche Krankenkassen Ă¼bernehmen die Kosten nicht vollständig, beteiligen sich jedoch bei vielen Versicherten mit einem Zuschuss pro Sitzung. Private Krankenversicherungen und Zusatzversicherungen erstatten osteopathische Behandlungen häufig in grĂ¶ĂŸerem Umfang. Auch bei uns kostet eine Behandlungsstunde 120 Euro. Wir informieren Sie gerne detaillierter zu Preisen und den genauen Erstattungsmöglichkeiten. Preise & Erstattungsmöglichkeiten entdecken

Welche Krankenkasse zahlt Osteopathie komplett?

In Deutschland gibt es keine gesetzliche Krankenkasse, die Osteopathie ohne Begrenzung und vollständig Ă¼bernimmt. Auch dort, wo osteopathische Behandlungen erstattet werden, erfolgt dies nur anteilig und meist bis zu bestimmten Beträgen oder Sitzungszahlen pro Kalenderjahr. Einige gesetzliche Krankenkassen wie die BKK24 oder andere BKK-Fonds erstatten bis zu 80 % des Rechnungsbetrags, allerdings nur bis zu einem Höchstbetrag pro Sitzung und pro Jahr (z. B. maximal 60 Euro pro Behandlung und etwa 6 Sitzungen). Vollständige KostenĂ¼bernahme ohne Begrenzung finden Sie eher Ă¼ber private Krankenversicherungen oder Zusatzversicherungen, deren Leistungen von Vertrag zu Vertrag variieren. Wichtig ist, Verträge genau zu prĂ¼fen und Voraussetzungen und Bedingungen vorab zu klären. Am besten in einem direkten Beratungsgespräch. Anbei finden Sie die KostenĂ¼bernahme einiger bekannten Krankenkassen zur groben Orientierung.
Osteopathie Kosten Vergleichstabelle der Krankenkassen

Welche Voraussetzungen gelten fĂ¼r die KostenĂ¼bernahme?

Damit Ihre gesetzliche Krankenkasse Osteopathie anteilig Ă¼bernimmt, mĂ¼ssen bestimmte Voraussetzungen erfĂ¼llt sein. Ohne diese gibt es in der Regel keinen Zuschuss. Viele Krankenkassen machen ihre Erstattung zur sogenannten Satzungsleistung, die an Bedingungen geknĂ¼pft ist. Sie benötigen eine ärztliche Verordnung oder Bescheinigung, auf der die medizinische Notwendigkeit der osteopathischen Behandlung bestätigt wird. 1. Ă„rztliche Verordnung oder Bescheinigung: FĂ¼r eine Kostenerstattung ist meist eine ärztliche Verordnung oder Bescheinigung erforderlich. Sie bestätigt die medizinische Sinnhaftigkeit der Behandlung. Ohne diesen Nachweis lehnen viele gesetzliche Krankenkassen den Zuschuss ab. 2. Qualifizierte Ausbildung des Osteopathen: Der Osteopath muss eine anerkannte Ausbildung mit meist mindestens 1.350 Stunden nachweisen. Häufig verlangen Krankenkassen zusätzlich eine Mitgliedschaft in einem Berufsverband oder einen vergleichbaren Qualifikationsnachweis. 3. Rechnungen & Rezepte einreichen: FĂ¼r den Zuschuss reichen Sie die Rechnung des Osteopathen und die ärztliche Verordnung bei Ihrer Krankenkasse ein. Teilweise wird auch ein Qualifikationsnachweis des Osteopathen verlangt.

Wie hoch ist der Eigenanteil bei Osteopathie?

Der Eigenanteil bei Osteopathie beträgt bei Kosten von 120 Euro pro Stunde meist zwischen 70 und 90 Euro pro Behandlung. Gesetzliche Krankenkassen erstatten in der Regel nur feste ZuschĂ¼sse pro Sitzung und begrenzen zusätzlich die Anzahl der Behandlungen pro Jahr. So bleiben bei einer Erstattung von 40 Euro pro Sitzung häufig 80 Euro Eigenanteil, bei 30 Euro Zuschuss sogar 90 Euro. Selbst bei höheren ZuschĂ¼ssen von 50 Euro zahlen Sie noch rund 70 Euro selbst. Wie hoch Ihr Eigenanteil konkret ausfällt, hängt von der Krankenkasse, der maximalen Sitzungszahl pro Jahr und dem jährlichen Erstattungsdeckel ab.

Kann mein Hausarzt mir Osteopathie verschreiben?

Ja, Ihr Hausarzt kann Ihnen Osteopathie verschreiben bzw. eine ärztliche Bescheinigung ausstellen. Zwar ist Osteopathie keine Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen, doch viele Kassen setzen fĂ¼r eine Kostenbeteiligung eine ärztliche Empfehlung voraus. Ihr Hausarzt kann die medizinische Notwendigkeit bestätigen und Ihnen ein entsprechendes Privatrezept oder eine formlose Bescheinigung ausstellen. Dieses Dokument reichen Sie anschlieĂŸend zusammen mit der Rechnung des Osteopathen bei Ihrer Krankenkasse ein. Ohne ärztliche Verordnung ist eine Kostenerstattung durch gesetzliche Krankenkassen in vielen Fällen nicht möglich.

Wie viele Sitzungen braucht man beim Osteopathen?

In der Praxis benötigen Sie meist drei bis sechs Sitzungen beim Osteopathen, um eine spĂ¼rbare Verbesserung zu erreichen. Bei akuten Beschwerden genĂ¼gen oft wenige Termine, während chronische oder komplexe Probleme mehr Behandlungen erfordern können. Zudem kommt es darauf an, warum Sie einen Osteopathen aufsuchen, da der Grund Ihres Besuchs sich auf die Behandlungsart und -dauer auswirken kann. So unterscheiden sich etwa: Osteopathie bei Stress Osteopathie bei Kopfschmerzen Osteopathie bei RĂ¼ckenschmerzen Osteopathie bei Verdauungsproblemen
Osteopathe Kosten Anwendungsbereiche
Auch die Krankenkassen orientieren sich an diesem Rahmen. So Ă¼bernimmt die AOK Baden-WĂ¼rttemberg beispielsweise bis zu vier Sitzungen pro Jahr. Ein Rechenbeispiel: Bei Kosten von 120 Euro pro Sitzung entstehen fĂ¼r vier Termine 480 Euro. Erstattet die Krankenkasse 50 Euro je Sitzung, erhalten Sie 200 Euro Zuschuss und tragen 280 Euro selbst.

Häufige Fragen zu den Kosten von Osteopathie

1. Warum unterscheiden sich die Kosten fĂ¼r Osteopathie so stark?

Die Kosten fĂ¼r Osteopathie variieren je nach Region, Erfahrung des Osteopathen, Behandlungsdauer und Spezialisierung. In GroĂŸstädten und bei sehr erfahrenen Therapeuten liegen die Preise meist höher als in ländlichen Regionen oder bei kĂ¼rzeren Behandlungen.

2. Zahlt die Krankenkasse Osteopathie auch fĂ¼r Kinder oder Babys?

Viele gesetzliche Krankenkassen erstatten Osteopathie auch fĂ¼r Kinder und Säuglinge, sofern eine ärztliche Verordnung vorliegt und der Osteopath die geforderten Qualifikationen erfĂ¼llt. Die Höhe des Zuschusses und die Anzahl der Sitzungen unterscheiden sich je nach Krankenkasse.

3. Was kostet Osteopathie, wenn ich keine ärztliche Verordnung habe?

Ohne ärztliche Verordnung mĂ¼ssen Sie die Kosten fĂ¼r Osteopathie in der Regel vollständig selbst tragen. Die Behandlungspreise bleiben gleich, jedoch entfällt der Zuschuss der gesetzlichen Krankenkasse.

4. Sind osteopathische Behandlungen steuerlich absetzbar?

Ja, unter bestimmten Voraussetzungen können die Kosten fĂ¼r Osteopathie als auĂŸergewöhnliche Belastungen in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Voraussetzung ist meist eine ärztliche Bescheinigung Ă¼ber die medizinische Notwendigkeit der Behandlung.

5. Steigen die Kosten fĂ¼r Osteopathie von Jahr zu Jahr?

In den letzten Jahren sind die Preise fĂ¼r osteopathische Behandlungen moderat gestiegen. GrĂ¼nde dafĂ¼r sind höhere Praxis- und Ausbildungskosten sowie eine steigende Nachfrage. GrĂ¶ĂŸere PreissprĂ¼nge sind jedoch unĂ¼blich.
Inhaber Praxis Bilharz
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